John Deere: Gewinn geht 2016 weiter zurück

Deere & Company, Weltmarktführer im Bereich der Landtechnik, verzeichnet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 einen weiteren Rückgang des Gewinns. In Mannheim wurden 10 % weniger Traktoren gebaut als im Vorjahr.

John Deere muss auch 2016 einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. (Foto: Deere & Company)
John Deere muss auch 2016 einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. (Foto: Deere & Company)
Der US-amerikanische Bau- und Landmaschinenhersteller Deere & Company hat auch im Ende Oktober abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 einen Gewinn- und Umsatzrückgang verzeichnet. Wie der Konzern mitteilte, belief sich der Überschuss auf 1,52 Mrd. $ (1,44 Mrd. Euro), was gegenüber dem Vorjahresgewinn eine Verschlechterung um 21,4 % bedeutet. Ausschlaggebend dafür war vor allem der Rückgang des Umsatzes und sonstiger Erträge um insgesamt 8 % auf 26,64 Mrd. $ (25,16 Mrd Euro).

Der Verwaltungsratsvorsitzende Samuel R. Allen verwies auf die anhaltende Konjunkturschwäche in den Landmaschinenmärkten. Hinsichtlich Umsatz und Gewinn gehöre 2016 zu den zehn besten Jahren in der Unternehmensgeschichte. Dies sei ein achtbarer Erfolg angesichts der Herausforderungen, „denen wir auf den Märkten ausgesetzt waren“, betonte Allen. In der Sparte „Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege“ gingen die Umsätze laut Deere um 7 % zurück.

Für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert das Unternehmen einen erneuten Umsatzrückgang, der allerdings nur noch bei 1 % liegen dürfte, bezogen auf das erste Quartal bei 4 %. Außerdem wird erwartet, dass der Gewinn um gut 8 % auf 1,4 Mrd. $ (1,3 Mrd. Euro) schrumpft.

Neuer Feldhäcksler erfolgreich

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage seien am Standort Deutschland auch im abgelaufenen Jahr wieder Investitionen von 87 Mio. $ (82 Mio. Euro) getätigt worden, berichtete das Unternehmen. Angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sei die Traktorenproduktion in Mannheim um 10 % auf 26.100 Einheiten gesunken. Infolgedessen seien in Bruchsal nur noch 28.700 Fahrerkabinen gefertigt worden, nach 31.400 im Vorjahr. Vor allem aufgrund des großen Erfolges einer neuen Feldhäcksler-Baureihe und eines zusätzlichen Mähdrescher- Großauftrags aus Australien habe die Produktion im John-Deere-Werk Zweibrücken auf insgesamt 2.700 Maschinen ausgeweitet werden können, was einem Plus von 35 % gegenüber dem Vorjahr entspreche, hob das Unternehmen hervor. Es beschäftigte zum 31. Oktober 2016 an seinen sechs deutschen Standorten 6.625 Mitarbeiter und damit 15 mehr als vor Jahresfrist. In Mannheim ging die Zahl der Beschäftigten 2016 um 2 % auf 3.505 Mitarbeiter zurück.


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